Levi bringt so viel Liebe und Lachen in unser Leben
Juli 2025
Meine Frau Deborah und ich sind stolze Eltern von Levi, der am 2. März 2019 geboren wurde und Trisomie 21 hat.
von Eliel Malgo
Schon während der Schwangerschaft erfuhren wir von der Diagnose. Dank unserer Vorerfahrungen mit dem Down-Syndrom – Deborahs Tante hatte Trisomie 21, und Deborah arbeitete ein Jahr als Au-Pair in einer Familie mit einem Kind mit Down-Syndrom – waren wir gut vorbereitet. Wir wussten, dass Menschen mit Trisomie 21 oft sehr fröhlich und glücklich sind und sehr viel Liebe geben können, was uns half, die Diagnose schnell anzunehmen.
Die Diagnose war für uns deshalb kein allzugrosser Schock. Durch unsere vielen Berührungspunkte mit Menschen mit Down-Syndrom hatten wir ein positives Bild und konnten die Situation schnell akzeptieren. Natürlich gab es Fragen: Wie wird unser Alltag aussehen? Werden wir alles gut meistern? Doch die Liebe zu unserem ungeborenen Kind und das Vertrauen, dass Levi unser Leben bereichern wird, überwogen von Anfang an.
Levi ist ein absolutes Papa-Kind. Unsere Beziehung ist unglaublich innig. Er liebt es, wenn ich mit seinen Schleich-Tieren spiele, in verschiedene Rollen schlüpfe und lustige Stimmen mache. Wir kuscheln, tanzen und hören zusammen Musik – Momente, die mich unendlich glücklich machen. Levi bringt so viel Liebe und Lachen in unser Leben.
Natürlich haben wir auch Herausforderungen mit Levi. Er hat beispielsweise einen sehr starken Willen – das kannten wir so von unseren ersten beiden Kindern nicht. Wir denken jedoch, dass solche und andere Herausforderungen mit jedem Kind kommen (können) – egal ob mit Down-Syndrom oder ohne.
Meine grösste Empfehlung an Väter in einer ähnlichen Situation: Tauscht euch mit Familien aus, die ein Kind mit Trisomie 21 haben und lernt diese Kinder kennen. Das Unbekannte ist oft der Hauptgrund für Ängste. Wenn ihr seht, wie viel Freude und Liebe ein Kind wie Levi bringt, wird vieles leichter. Gebt euch Zeit, redet offen über eure Sorgen und lasst euch ermutigen.
